(Langeintrag)
Katalogeintrag
Fakultät:
| 1914-1932 |
Medizinische Fakultät |
Institut:
| Dermatologische Klinik und Poliklinik |
Lebensdaten:
| geboren
am
22.12.1880
in
Gotha
|
|
gestorben
am
02.05.1945
in
Berlin
|
Familie:
| Vater: |
Robert Frieboes, Bankdirektor |
| andere: |
Onkel: Rudolf Kobert, o. Professor für Medizin/Pharmakologie an der Univ. Rostock
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) |
Kurzbiographie:
| 1901 |
Abitur, Freienwalde/Oder |
| 1901-1906 |
Studium der Medizin an den Univ. Rostock, Berlin, Würzburg |
| 1907 |
Approbation |
| 1908 |
Studium der Philologie und Geschichte, Univ. Berlin |
|
praktizierender Arzt |
| ab 1909 |
Volontärassistent bzw. Assistenzarzt an der Univ.-Hautklinik in Berlin |
| 1909-1911 |
Assistenzarzt an der Dermatologischen Klinik der Univ. Rostock, anschließend in Berlin |
| ab 1911 |
Assistenzarzt, später Oberarzt an der Dermatologischen Klinik der Univ. Bonn, ab 1912 Privatdozent, Univ. Bonn |
| 1913 |
Privatdozent (in Vertretung des Ordinarius), Univ. Rostock |
| 1914-1919 |
ao. Professor für Dermatologie und Syphilidologie, Univ. Rostock |
| 1917-1918 |
Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Militärarzt |
| 1919-1932 |
o. Professor für Dermatologie, Univ. Rostock |
| 1932-1945 |
o. Professor für Dermatologie, Univ. Berlin |
akademische Abschlüsse:
| Studium |
1906 |
Medizinisches Staatsexamen, Univ. Rostock |
| Promotion |
1907 |
Dr. med., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Beiträge zur Kenntnis der Jute. |
| Habilitation |
1912 |
(Dermatologie), Univ. Bonn
Titel der Arbeit: Beitrag zur Kenntnis der Klinik und Histopathologie der gutartigen Hautepitheliome. |
akademische Selbstverwaltung:
| 1913-1914 |
stellv. Institutsdirektor |
| ab 1914 |
Institutsdirektor |
| 1923-1924 |
Dekan |
| 1927-1928 |
Rektor |
| 1928-1930 |
Prorektor |
Funktionen:
| 1945 |
Direktor der Univ.-Hautklinik der Charité, Univ. Berlin |
weitere Mitgliedschaften:
| 1938 |
Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina |
|
Mitglied und Ehrenmitglied der Dermatologischen Gesellschaft Athen |
|
Korrespondierendes Mitglied der American Dermatological Association |
Werke (Auswahl):
| Grundriß der Histopathologie der Hautkrankheiten. Leipzig 1921, 2. Aufl. 1924. |
| Gemeinsam mit Moral, Hans: Atlas der Mundkrankheiten mit Einschluss der Erkrankungen der äusseren Mundumgebung. Leipzig 1924. |
| Lehrbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten. In Anlehnung an den "Atlas der Haut- und Geschlechtskrankheiten". Leipzig 1930. |
Quellen:
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Personalakte Walter Frieboes, UAR
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Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 132-133.
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Frieboes, Ralf-Michael: Walter Frieboes. In: Gross, Gerd E. (Hg.): 100 Jahre Universitäts-Hautklinik und Poliklinik Rostock. Rostock 2002, S. 36-44.
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Einordnung:
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Epoche
|
1827-1918 |
|
Epoche
|
1918-1933 |
eingestellt / geändert:
|
01.06.2006, editorCP
/
17.11.2022, administrator
|
Biographie
Dokument:
Walter Martin Egon Oswald Frieboes wurde am 22. Dezember 1880 in Gotha geboren. Nach dem Abitur in Freienwalde an der Oder studierte er in Rostock, Würzburg und Berlin Medizin, wurde 1907 in Rostock promoviert und war anschließend zunächst in freier Praxis tätig. 1909 begann er die dermatologische Facharztausbildung an den Universitätskliniken Berlin, Rostock und Bonn, wo er sich 1912 über die Spieglerschen Zylindrome habilitierte und deren trichoepitheliale Histogenese begründete. Im Jahr 1914 erhielt er den Ruf auf den Rostocker Lehrstuhl für Dermatologie. Hier schrieb er seinen "Grundriß der Histopathologie der Hautkrankheiten" (1920, 2. Aufl. 1924). Obwohl seine darin vorgetragenen Auffassungen keine allgemeine Anerkennung fanden, haben sie doch sehr anregend gewirkt und eine große Zahl vortrefflicher Arbeiten ausgelöst. Aus der Rostocker Zeit stammen außerdem der von ihm zusammen mit dem Ordinarius für Zahnmedizin Hans Moral (gest. 1933) herausgegebene "Atlas der Mundkrankheiten" (1924). Im Jahr 1932 nahm Frieboes einen Ruf an die Universität in Berlin an. Unter der Hitlerdiktatur gestalteten sich dort die Arbeitsbedingungen immer schlechter, und gegen Ende des zweiten Weltkriegs war die "nicht kriegswillige" Hautklinik weitgehend zerstört. Dennoch hielt Frieboes bis zur Besetzung der Reichshauptstadt in seiner Klinik aus und schied dann im Charit‚-Gelände am 2. Mai 1945 freiwillig aus dem Leben. Seine letzte, unvollendete Arbeit, der "Atlas der Haut- und Geschlechtskrankheiten" wurde von seinem Nachfolger Walther Schönfeld (gest. 1977) fertiggestellt und 1949 unter beider Namen veröffentlicht.
Werner Teichmann
aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 209.
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Dokumente/Anhang
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