Karsten, Wenzeslaus Johann Gustav

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Wenzeslaus Johann Gustav Karsten" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00001181
(abgerufen am 16.05.2026)

Karsten, Wenzeslaus Johann Gustav

Prof.
 
1755-1758 Privatdozent für Mathematik
1758-1760 Professor der Logik (herzoglich)
1760-1778 Professor der Mathematik an der Univ. Bützow
(Vorgänger, Nachfolger)
karsten_wenzeslaus_johann_gustav_pic.jpg

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Fakultät:
1758-1760 Philosophische Fakultät
1760-1778 Universität Bützow, Philosophische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Photometrie, Mechanik
Fachgebiet:
90 Gelehrte


Lebensdaten:
geboren am 15.(05.?).12.1732 in Neubrandenburg
gestorben am 17.04.1787 in Halle
Familie:
Vater: Johann Christoffer Karsten (1704-1779), Apotheker
Mutter: Magdalena Sophia Karsten, geb. Thiel
Bruder: Franz Christian Lorenz Karsten (1751-1829), Professor der Ökonomie, Univ. Rostock, danach Univ. Bützow (Link öffnen Link)
Schwiegervater : Peter Christian Kaempffer (1702-1755), Professor der Physik und Metaphysik, Univ. Rostock (Link öffnen Link)

Kurzbiographie:
1750-1754 Studium der Theologie und Mathematik, Univ. Rostock, ab 1752 Univ. Jena
1755-1758 Privatdozent für Mathematik, Univ. Rostock
1758-1760 o. herzoglicher Professor der Logik, Univ. Rostock
1760-1778 o. Professor der Mathematik, Univ. Bützow
1778-1787 o. Professor, Univ. Halle
akademische Abschlüsse:
Promotion 1755 Mag. art., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Algebra ejosque differentia ab Arithmetica Respondente.

Funktionen:
1764-1765 Dekan, Univ. Bützow
1764-1765 Rektor, Univ. Bützow
1768 Rektor Univ. Bützow
1773 Dekan, Univ. Bützow
1777 Herzoglich Mecklenburgischer Hofrat
weitere Mitgliedschaften:
1766 Kurfürstliche Bayrische Akademie zu München

Werke (Auswahl):
De Affectionibus Quae Omnis Generis Functionum, Praecipue Si Tres Vel Adeo Quatuor Involvant Variabiles, Differentialibus Competunt, Si Eorum Integrale Sit Possibile, Commentatio. Rostock 1756.
Mathesis theoretica elementaris atque sublimior. Rostock 1760.
Sammlung vermischter Abhandlungen: aus allen Theilen der Wissenschaften. Schwerin 1765.
Versuch eines evidenten Beweises der allgemeinen mechanischen Grundsätze. München 1773.
Anfangsgründe der Naturlehre. Halle 1780.

Quellen:
Personalakte Wenceslaus Johann Gustav Karsten, UAR
weitere Literatur:
Engel, Wolfgang: Wenzeslaus Johann Gustav Karsten und Leonhard Euler. In: Festakt und Wissenschaftliche Konferenz aus Anlaß des 200. Todestages von Leonhard Euler: 15./16. September 1983 in Berlin. Berlin 1985, S. 135-138.
Schmidt, Werner Helmut: Wenceslaus Johann Gustav Karsten (1732-1787). Von Neubrandenburg nach Halle. Bewerbungen, Beziehungen, Berufungen. Halle 2004 (Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg, Fachbereich Mathematik und Informatik, Reports on didactics and history of mathematics 2004, 2). (Link öffnen externer Link)
Sehlke, Stephan: Karsten, Wenceslaus Johann Gustav. In: Pädagogen - Pastoren - Patrioten: biographisches Handbuch zum Druckgut für Kinder und Jugendliche von Autoren und Illustratoren aus Mecklenburg-Vorpommern von den Anfängen bis einschließlich 1945. Norderstedt 2009, S. 187-188.
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1563-1827
Epoche 1760-1789 (Bützow)

eingestellt / geändert:
23.09.2009, klabahn / 17.11.2022, administrator

Biographie

Dokument:

Karsten wurde am 15. Dezember 1732 in Neubrandenburg geboren, erhielt Privatunterricht in Güstrow und begann das Studium der Theologie und Philosophie 1750 in Rostock, das er 1752 bis 1754 in Jena fortsetzte. Nach Privatstudien in Mathematik wurde er in Rostock 1755 mit einer mathematischen Arbeit zum Magister promoviert und ab Ostern 1755 hielt er Vorlesungen als Privatdozent. Im Jahr 1758 erhielt er das Ordinariat für Logik in Rostock, 1760 ging er als Professor für Logik, Mathematik und Physik an die neugegründete Universität nach Bützow. In den Jahren 1767 bis 1778 erschien sein achtbändiges Werk "Lehrbegriff der gesamten Mathematik". Der an unzulänglichen materiellen Bedingungen, an mangelnder Disziplin und geringen Studentenzahlen krankende Universitätsbetrieb in Bützow befriedigte ihn nicht. Trotzdem schlug er eine Berufung an die Petersburger Akademie aus, ging vielmehr 1778 als Nachfolger von Johann Andreas von Segner (gest. 1777) an die Universität Halle. Karsten starb in Halle an der Saale am 17. April 1787. Er war der Stammvater der Mecklenburger Gelehrtenfamilie Karsten.

Wolfgang Engel

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 122.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Wenzeslaus Johann Gustav Karsten (Radierung von Daniel Beyel, vor 1782, Porträtsammlung, UAR)
karsten_wenzeslaus_johann_gustav_pic.jpg
(55.6 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Dokument (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 122)
karsten_wenzeslausjohanngustav_bgur23.html
(1.5 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)
Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 208 (UAR).
falkenberg_albumprof__p0208.jpg
(475 KB) MD5 (keine Anzeige)
Bild (Unterschrift)
karsten_wenzeslaus-johann-gustav_sig.jpg
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