Kress, Heinz

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Heinz Kress" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00002387
(abgerufen am 08.07.2026)

Kress, Heinz

Prof. Dr. agr.
 
1951-1968 Professor mit Lehrauftrag für Methoden der sowjetischen Pflanzenzüchtung
kress_heinz_pic.jpg

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Fakultät:
1951-1968 Landwirtschaftliche Fakultät
Institut:
Institut für Pflanzenzucht
Lehr- und Forschungsgebiete:
Pflanzenzucht, Agrarbiologie
Fachgebiet:
48 Land- und Forstwirtschaft


Lebensdaten:
geboren am 03.03.1913 in Saarbrücken
gestorben am 02.11.1996 in Gülzow (bei Güstrow)
Familie:
Vater: Hans Kress, Oberingenieur
Mutter: Erna Kress

Kurzbiographie:
1932 Abitur, Saarbrücken
1932-1934 Landwirtschaftlicher Lehrling in Waldeck (Hessen)
1934-1937 Studium an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim und an der Univ. Bonn
1937-1939 Saatzucht-Assistent bei der F. v. Lochow-Petkus GmbH in Bergen (Wohlde)
1939-1940, 1943-1945 Wehrmacht
1940-1968 Saatzucht-Leiter auf Gut Gülzow bei Güstrow (ab 1951 Forschungsstelle für Agrobiologie, ab 1962 Institut für Pflanzenzüchtung der Deutschen Akademie für Landwirtschaftswissenschaften), 1962 Direktor
1951-1968 Professor für Pflanzenzüchtung, Univ. Rostock (nebenamtlich)
akademische Abschlüsse:
Studium 1937 Dipl.-Landwirt, Univ. Berlin
Promotion 1938 Dr. agr., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die Gegenseitigen Beziehungen von Wachstumsbeobachtungen und Ertragsleistungen und ihr Einfluß auf die Wertbestimmung der Nachkommenschaft nachgewiesen an Petkuser Roggen.

Funktionen:
1953-1968 Mitglied des Vorstandes der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD)
1960-1978 Vorsitzender der Deutschen Agrarwissenschaftlichen Gesellschaft im Bezirk Schwerin
Ehrungen:
1954 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1955 Nationalpreis III. Klasse
1955 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille
Parteimitgliedschaften:
1937-1945 NSDAP
ab 1953 DBD

Werke (Auswahl):
Futterbau mit Winterzwischenfrüchten, Berlin 1962.
Produktion von Getreide, Berlin 1966.

Quellen:
Personalakte Heinz Kress, UAR; zusammengestellt von Marlon Gollnisch, Rostock
weitere Literatur:
Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 1, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 396.
Kress, Heinz. In: Biographisches Lexikon zur Geschichte der Pflanzenzüchtung. Göttingen 2000, S. 127-129.
Deutsches Biographisches Archiv: II 757, 440; III 518, 417. (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1945-1990

eingestellt / geändert:
16.09.2009, mglasow / 24.11.2022, rstephan

Biographie

Dokument:

Heinz Kress wurde als Sohn des Oberingenieurs Hans Kress am 3. März 1913 in Saarbrücken geboren. Er besuchte zwischen 1919 und 1923 die Volksschule in Saarbrücken. Anschließend besuchte Kress die staatliche Oberrealschule Saarbrücken und legte dort 1932 seine Reifeprüfung ab. Es folgte eine zweijährige Lehrzeit in Waldeck. Dort schloss Kress 1934 die Landwirtschaftliche Lehrlingsprüfung erfolgreich ab. Bereits 1935 war Kress in die NSDAP eingetreten.[1] Er begann im Folgenden an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim und an der Universität Bonn ein Studium der Landwirtschaft. Sein Diplom als Landwirt erhielt Kress im Frühjahr 1937.

In den folgenden zwei Jahren arbeitete er als Saatzucht-Assistent bei der F. v. Lochow-Petkus GmbH. Er erlangte zwischenzeitlich, 1938, den Doktortitel mit einer Arbeit über "Die Gegenseitigen Beziehungen von Wachstumsbeobachtungen und Ertragsleistungen und ihr Einfluß auf die Wertbestimmung der Nachkommenschaft nachgewiesen an Petkuser Roggen".1939 bis 1940 absolvierte Kress seinen Wehrdienst. Danach wurde er von der F. v. Lochow-Petkus GmbH mit dem Aufbau und der Leitung des Saatzuchtbetriebes in Gülzow bei Güstrow beauftragt. Seine Tätigkeit dort wurde nach drei Jahren unterbrochen. Von 1943 bis Kriegsende wurde Kress in verschieden Einheiten an der Ostfront eingesetzt. Er beendete den Krieg im Dienstgrad eines Gefreiten und trug das Verwundetenabzeichen in Silber.

Nach Kriegsende kehrte Kress nach Gülzow zurück und war weiterhin als Saatzuchtleiter des Saatzuchtbetriebes angestellt, welcher mittlerweile dem Land Mecklenburg unterstellt war. Der Betrieb wurde 1950 schließlich von der Deutschen Akademie für Landwirtschaftswissenschaften übernommen. Kress sollte bis 1968 der Direktor dieser Anlage bleiben.

1951 berief ihn die Universität Rostock zum Professor für Methoden der sowjetischen Pflanzenzüchtung mit Lehrauftrag. Durch die Professur änderte sich wenig an seiner Arbeit, da sich die Tätigkeiten in Gülzow und für die Universität stark überschnitten. 1953 wurde er Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands und stieg bald in deren Parteivorstand auf. Damit einhergehend gehörte Kress ab 1954 den Nationalrat der Nationalen Front an.[2] Im selben Jahr erhielt er für seine Leistungen in Gülzow den Vaterländischen Verdienstorden in Silber und ein Jahr später den Nationalpreis III. Klasse für Wissenschaft und Technik. 1960 übernahm Kress den Vorsitz der Deutschen Agrarwissenschaftlichen Gesellschaft im Bezirk Schwerin, welchen er bis 1978 inne hatte. Ab 1962 arbeitete er wieder ausschließlich in Gülzow und hatte dort den Posten des Direktors bis 1968 inne. Ebenfalls bis 1968 behielt er die Professur an der Universität Rostock.[3]

Heinz Kress verstarb am 02.11.1996 in Gülzow.[4]

Marlon Gollnisch, Studentenbeitrag aus dem Jahr 2009.

[1] Baumgartner, Gabriele; Hebig, Dieter (Hrsg.): Biografisches Handbuch der SBZ/DDR 1945-1990, Band 1, München 1996, S. 417.

[2] Ebenda.

[3] Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin, Berlin 2004, Bd. 1, S.396.

[4] Ebenda.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Heinz Kress (Foto, 1955, UAR)
kress_heinz_pic.jpg
(52.2 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Dokument (Biographischer Artikel von Marlon Gollnisch, 2009)
kress_heinz_bio.html
(4.8 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)