| 1948-1952 | Dozent für Innere Medizin | |
| 1952-1953 | Professor mit Lehrauftrag für Innere Medizin |
| Georg |
| keine |
| Vater: | Joseph Laur (1875-1945), Spitalverwalter |
| Mutter: | Anna Laur (1882-?), geb. Waldschütz |
| 1924 | Abitur, Sigmaringen |
| 1924-1929 | Studium der Humanmedizin, Univ. Tübingen, Freiburg, Köln, Wien, Rostock |
| 1929-1930 | Medizinisches Praktikum, Innere Abteilung der Städtischen Krankenanstalten Bremen |
| 1930-1932 | Assistenzarzt, Waldsanatorium in Davos (Schweiz) |
| 1932-1938 | praktischer Arzt, Übernahme einer Allgemeinpraxis in Sohland an der Spree (Sachsen) unter Führung einer Tuberkulose-Behandlungsstelle der Landesversicherungsanstalt Sachsen |
| 1937-1938 | Wehrdienst, Unterarzt der Reserve, Luftwaffen-Lazarett Gotha und Halle |
| 1939 | wiss. Assistent an der Medizinischen Univ.-Klinik Rostock |
| 1939-1944 | Wehrmacht (Luftwaffe), tätig in Lazaretten in Norwegen und Deutschland, zuletzt Stabsarzt der Reserve |
| 1944 | Assistenzarzt und Leiter der Tuberkulosestation der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch bei Neustrelitz |
| 1945-1948 | wiss. Assistent und Stationsarzt, 1948 Dozent und Oberarzt, 1952 Professor, Medizinische Univ.-Klinik Rostock |
| 1946 | Facharzt für Innere Medizin |
| 1953 | Flucht aus der DDR nach Westberlin |
| weiterer Lebensweg unbekannt [siehe Biographischer Artikel] |
| Promotion | 1929 | Dr. med., Univ. Rostock Titel der Arbeit: Über den negativen Ausfall der Wassermannschen Reaktion im Liquor cerebrospinalis bei Tabes dorsalis. |
| Habilitation | 1948 | (Innere Medizin), Univ. Rostock Titel der Arbeit: Causalfaktoren der heutigen Tuberculoseausbreitung und -verlaufsformenänderung und die Möglichkeit ihrer klinischen Objektivierung. |
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GND: 142393487
[GND-Link auf diese Seite: https://cpr.uni-rostock.de/resolve/gnd/142393487] |
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Im Jahr 1953 entschloss sich Prof. Otto Laur, die Deutsche Demokratische Republik zu verlassen und in den Westen Deutschlands, nach Berlin, überzusiedeln. Die Absetzung ging absolut geheim vonstatten. Am Ziel angekommen, richtete sich Prof. Laur in einem Schreiben an die Medizinische Fakultät der Universität Rostock:
Wer war dieser Mann, der sich beträchtlicher Beliebtheit erfreute und nach nicht mal einem Jahr seiner außerordentlichen Professur die Universität Rostock wieder verließ? Dr. Laur übte mehrere Jahre eine Stellung als praktischer Arzt aus. Währenddessen befand er sich in den Jahren 1937 und 1938 als Unterarzt der Reserve in den Luftwaffen-Lazaretten Gotha sowie Halle. 1939 wurde er als planmäßiger wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Rostock bei Prof. Curschmann sowie Prof. Schilling eingestellt. Kurz darauf musste die klinische Beschäftigung Dr. Laurs wegen des Zweiten Weltkriegs pausieren. Zunächst verließ er Deutschland erneut und war als Stabsarzt der Reserve im Luftwaffen-Lazarett Stavanger in Norwegen tätig. Auch während der militärischen Aktivität wendete sich Dr. Laur weiterhin seiner Bildung in Innerer Medizin, vor allem der Tuberkulose, zu. 1944 wurde er vorzeitig aus der Wehrmacht entlassen, um die Leitung der Tuberkulose-Station an der Heil- und Pflegeanstalt Domjüch in Neustrelitz-Strelitz zu übernehmen. Dort nahm er den Ausbau und die Umgestaltung für die Tuberkulose vor. Dr. Laur wurde aufgrund seiner speziellen Kenntnisse und der Beherrschung der kleinen Chirurgie der Tuberkulose für diese Position angeworben. Nach dem Krieg konnte Dr. Laur seine Position als wissenschaftlicher Assistent (Stationsarzt) an der Medizinischen Universitätsklinik Rostock erneut antreten. In Vertretung übernahm er in den Jahren 1947/48 die Leitung der Medizinischen Poliklinik. 1948 stieg er zum Oberarzt auf. Im gleichen Jahr habilitierte er an der Universität Rostock mit seiner Schrift "Causalfaktoren der heutigen Tuberculoseausbreitung und -verlaufsformenänderung und die Möglichkeit ihrer klinischen Objektivierung" und wurde er zum Dozenten ernannt. Neben hervorragenden allgemeinen medizinischen Fähigkeiten besaß Prof. Laur ein ausgezeichnetes Lehrtalent. Er las unter anderem das Pflichtkolleg für Tuberkulose, Medizinische Propädeutik sowie Pathologische Physiologie. Seinem besonderen Interesse galt das Gebiet der Tuberkulose und der chirurgischen Tuberkulosebehandlung (Strangdurchtrennung, Rippenresektion, Empyembehandlung). Durch einen Fundus an wissenschaftlichen Arbeiten erlangte Prof. Laur auch außerhalb der Universitätsklinik Rostock, im Rest der DDR und im Westen Deutschlands, Bekanntheitsgrad. So wurde er oftmals als Konsiliarius an diverse Kliniken gerufen, um in problematischen Angelegenheiten zu beraten. Aktiv und regsam nahm Prof. Laur an den Sitzungen der wissenschaftlichen Gesellschaften sowie auswärtigen Kongressen, vor allem an Tuberkulosekongressen, teil. 1952 wurde Prof. Laur als außerordentlicher Professor für Innere Medizin der Universität Rostock eingesetzt. Nicht einmal ein Jahr später gab er seine Position, wie bereits zu Beginn der Biographie erläutert wurde, freiwillig auf. Leider verlassen uns hier auch die Informationen über Prof. Laur und sein weiteres Leben in Westdeutschland. [1] UAR, Personalakte Otto Laur, Bl. 26 |
| Otto Laur (Foto, um 1939, Personalakte, UAR) | |
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| Bild (Unterschrift) | |
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| Lebenslauf (zusammengestellt von Nina Happ) | |
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| Schriftenverzeichnis (1948-1952, zusammengestellt von Nina Happ) | |
| laur_otto_bib.pdf (101 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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| Dokument (Biographischer Artikel von Nina Happ, 2010) | |
| laur_otto_bio.html (6.73 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen) |
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