| Adolf |
| geboren am 18.11.1897 in Prökuls (Kr. Memel, Ostpreußen) |
| gestorben am 04.10.1973 in Greifswald (?) |
| evangelisch |
| 1914 | Abitur |
| 1914-1918 | Teilnahme am Ersten Weltkrieg, zuletzt Oberleutnant |
| 1918 | Studium der Landwirtschaftswissenschaften (2 Semester), Univ. Königsberg |
| 1919-1920 | Landwirtschaftliche Praxis |
| 1920-1922 | Studium der Landwirtschaftswissenschaften, Univ. Göttingen und Königsberg |
| 1922-1923 | Landwirtschaftliche Praxis |
| 1923-1927 | Assistent am Institut für Meliorationswesen und Moorkultur der Preußischen Landwirtschaftlichen Versuchs- und Forschungsanstalten in Landsberg an der Warthe |
| 1934-1939 | ao. Professor, Univ. Leipzig |
| 1939-1944 | o. Professor für Kulturtechnik, Univ. Königsberg |
| 1944-1945 | Verhaftung durch die Gestapo, Inhaftierung zuletzt in Dreibergen bei Bützow, Befreiung Mai 1945 [siehe Anhänge] |
| 1946-1948 | o. Professor für Kulturtechnik, Univ. Rostock |
| 1948-1964 | o. Professor für Angewandte Bodenkunde und Bodenmelioration, Univ. Greifswald |
| 1964 | Emeritierung |
| Promotion | 1922 | Dr. phil., Univ. Königsberg Titel der Arbeit: Beitrag zur Beurteilung der klimatischen Wachstumsfaktoren Kohlensäure, Sauerstoff und Luftdruck. |
| Habilitation | 1927 | Univ. Leipzig Titel der Arbeit: Neue Methoden zur Bestimmung der wichtigsten physikalischen Grundkonstanten des Bodens. |
| 1939-1944 | Direktor des Instituts für Kulturtechnik, Univ. Königsberg |
| 1945-1946 | kommunaler Dienst in Wismar, Dolmetscher, Stadtrat, Bürgermeister, Oberbürgermeister [siehe Anhang] |
| 1948-1964 | Direktor des Instituts für Angewandte Bodenkunde und Bodenmelioration, Univ. Greifswald |
| ab 1951 | Mitglied der Sektion Landeskultur und Grünland der Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin |
| Bodenkundliches Praktikum. Anleitung für Agronomen zur selbständigen Untersuchung des Bodens nach einfachen Verfahren. Berlin 1953. |
| Landwirtschaftliche Abwasserverwertung durch Untergrund-Rieselung. Berlin 1955. |
| Lehrbuch der Bodenmelioration. (2 Bde.) Berlin 1961. |
| Personalakte Heinz Janert, UAR; zusammengestellt von Eemeli Eckhardt, Rostock |
| Angaben durch Frau Barbara Peters, stellv. Leiterin Univ.-Archiv Greifswald |
| Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 1, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 330. |
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GND: 142368407
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Heinz Janert wurde am 18. November 1897 in Prökuls in Ostpreußen als Sohn des Amtsrichters Heinrich Janert geboren. Ab 1904 besuchte er die Schule, die er 1914 mit dem Erwerb des Abiturs abschloss. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Janert Soldat. Durch den vier Jahre dauernden Krieg konnte er erst 1918 mit dem Studium der Landwirtschaftswissenschaften in Königsberg beginnen. 1919 unterbrach er dieses Studium zugunsten eines Praxisjahres in der Landwirtschaft. Das ab 1920 weitergeführte Studium in Königsberg und auch an der Universität Göttingen schloss er 1922 mit dem landwirtschaftlichen Diplomexamen ab und promovierte anschließend zum Dr. phil. mir der Dissertation "Beitrag zur Beurteilung der klimatischen Wachstumsfaktoren Kohlensäure, Sauerstoff und Luftdruck". Nach einem weiteren Jahr landwirtschaftlicher Praxis wurde er 1923 Assistent am Institut für Meliorationswesen und Moorkultur der Preußischen Landwirtschaftlichen Versuchs- und Forschungsanstalten in Landsberg an der Warthe. Danach, ab 1927, war er 12 Jahre lang der Leiter der Abteilung für Kulturtechnik am landwirtschaftlichen Institut der Universität Leipzig. Außerdem habilitierte er 1927 mit der Schrift "Neue Methoden zur Bestimmung der wichtigsten physikalischen Grundkonstanten des Bodens" an der Universität Leipzig und wurde dort 1934 auch zum außerordentlichen Professor ernannt. Im Jahr 1939 ging Janert erneut nach Königsberg, diesmal jedoch, weil er von der dortigen Universität zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Kulturtechnik berufen worden war. Obwohl er seit 1937 Mitglied der NSDAP war, kritisierte er öffentlich das Hitler-Regime sowie dessen Funktionäre und kam dafür 1944 ins Gefängnis nach Moabit und später nach Dreiberg bei Bützow. Er wurde im Mai 1945 durch die Rote Armee befreit. Ab 1946 war er zwei Jahre lang ordentlicher Professor für Kulturtechnik an der Universität Rostock und wurde danach zum ordentlichen Professor für Angewandte Bodenkunde und Bodenmelioration in Greifswald ernannt, der er bis zu seiner Emeritierung 1964 blieb. Neben seiner Professur der Kulturtechnik bekleidete Janert unterschiedliche Ämter innerhalb der akademischen Selbstverwaltung der verschiedenen Universitäten. So war er 1946 Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät und ab 1946 bis 1948 Direktor des Instituts für Kulturtechnik und Bodenkunde an Universität Rostock. Mit der Berufung an die Universität Greifswald 1948 übernahm er auch das Amt des Direktors des dortigen Instituts für Angewandte Bodenkunde und Bodenmelioration. Zu den Hauptwerken der von Janert publizierten Schriften, gehören das 1961 erschienene Lehrbuch der Bodenmelioration, das Bodenkundliche Praktikum von 1953 sowie das Werk "Landwirtschaftliche Abwasserverwertung durch Untergrund-Rieselung" von 1955. Heinz Janert starb am 4. Oktober 1973 im Alter von 76 Jahren. |
| Bild (Unterschrift) | |
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| janert_heinz_sig.jpg (36.1 KB) MD5 (als Unterschrift anzeigen) |
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| Janerts politische Tätigkeit in Wismar (1946, Personalakte, UAR) | |
| janert_beurteilung_wismar.pdf (355 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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| Dokument (Biographischer Artikel von Eemeli Eckhardt, 2010) | |
| janert_heinz_bio.html (4.12 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen) |
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| Beurteilung durch Dekan (1945, Personalakte, UAR) | |
| janert_beurteilung_dekan.pdf (240 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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| Beurteilung durch Prof. Friedrich Hoffmann, ehem. Univ.-Kurator Königsberg (1946, Personalakte, UAR) | |
| janert_beurteilung_hoffmann.pdf (276 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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| Über Janerts Verhaftung durch die Gestapo (1946, Personalakte, UAR) | |
| janert_erklaerung_zur_verhaftung.pdf (308 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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