(Langeintrag)
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Fakultät:
| 1841-1856 |
Philosophische Fakultät |
Lebensdaten:
| geboren
am
07.06.1813
in
Nürnberg
|
|
gestorben
am
05.12.1901
in
Erlangen
|
Familie:
| Vater: |
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831), Philosoph und Professor |
| Mutter: |
Marie Helena Susanna Hegel (1791-1855), geb. von Tucher |
Kurzbiographie:
| 1830 |
Abitur, Berlin |
| 1830-1837 |
Studium der Philosophie und Geschichte, Univ. Berlin, Heidelberg |
| 1838-1839 |
Studienreise durch Italien |
| 1839-1841 |
Hilfslehrer, Berlin |
| 1841-1856 |
Professor, Univ. Rostock |
| 1856-1901 |
o. Professor für Geschichte, Univ. Erlangen |
akademische Abschlüsse:
| Promotion |
1837 |
Dr. phil., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: De Aristotele et Alexandro Magno. |
akademische Selbstverwaltung:
Funktionen:
| 1848-1849 |
Redakteur der Mecklenburgischen Zeitung |
| 1850 |
Mitglied des Erfurter Unionsparlaments für Mecklenburg |
| 1870-1871 |
Prorektor, Univ. Erlangen |
| ab 1875 |
Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica |
weitere Mitgliedschaften:
|
Akademie der Wissenschaften zu Berlin |
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Bayerische Akademie der Wissenschaften |
|
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen |
|
korrespondierendes Mitglied der Kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu Wien |
Ehrungen:
| 1867 |
Dr. h. c., Univ. Halle-Wittenberg |
| 1872 |
Michaelsorden |
| 1876 |
Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst |
| 1889 |
Ritterkreuz des Königlich-Bayerischen Verdienstordens |
| 1893 |
Königlicher Geheimer Rat |
Werke (Auswahl):
| Geschichte der Städteverfassung von Italien. Seit der Zeit der römischen Herrschaft bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. 2 Bde., Leipzig 1847. |
| Geschichte der mecklenburgischen Landstände bis zum Jahr 1555. Rostock 1856. |
| Über den historischen Werth der älteren Dante-Commentare. Leipzig 1878. |
| Städte und Gilden der germanischen Völker im Mittelalter. 2 Bde., Leipzig 1891. |
| Die Entstehung des deutschen Städtewesens. Leipzig 1898. |
Quellen:
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Personalakte Karl Hegel, UAR
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Neuhaus, Helmut (Hg.): Karl Hegel. Historiker im 19. Jahrhundert. Erlangen, Jena 2001.
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Kreis, Marion: Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort. Göttingen 2012.
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weitere Literatur:
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Neuhaus, Helmut: Karl Hegels Gedenkbuch. Lebenschronik eines Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Köln (u.a.) 2013.
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Deutsches Biographisches Archiv I 494,296; II 542,417-429; III 365,319-323 (WBIS)
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) |
eingestellt / geändert:
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10.11.2010, klabahn
/
17.11.2022, administrator
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bibliography
Dokument:
Geboren am 7. Juni 1813 zu Nürnberg als Sohn des Philosophen G.W.F. Hegel (1770-1831), studierte er von 1831 bis 1836 Theologie, Philosophie und Geschichte in Berlin und Heidelberg. Im Jahr 1837 wurde er in Berlin aufgrund einer Arbeit über Alexander den Großen und Aristoteles zum Dr. phil. promoviert. Anschließend unternahm er eine Bildungsreise nach Italien, die ihm die Basis für das die Lehrmeinung umstoßende Werk zur "Geschichte der Städteverfassung von Italien" (1847) lieferte. Der Ruf nach Rostock als Professor für Geschichte zum Wintersemester 1841/42 ermöglichte ihm den Abschied aus dem höheren Schuldienst Preußens. Zum Sommersemester 1849 wurde er, unter Erweiterung des Lehrgebiets um die Politik, Ordinarius. In der mecklenburgischen Verfassungsdiskussion auf konstitutioneller Seite engagiert, übernahm er 1848/49 auf Wunsch der Regierung die Herausgabe der "Mecklenburgischen Zeitung" in Schwerin. Am Erfurter Unionsreichstag im Jahr 1850 nahm Hegel als Abgeordneter für Schwerin teil. Die Aufhebung des Mecklenburg-Schwerinschen Staatsgrundgesetzes von 1849 und die Rückkehr zur Landständischen Verfassung trafen Hegels liberale Grundpositionen. Wegen seiner Stellung zur Revolutionszeit fühlte er sich mißachtet. So nahm er 1856 den Ruf auf ein Ordinariat in Erlangen an und kehrte in die fränkische Heimat seiner Vorfahren zurück. Aufschluß über seine Haltung gibt sein "Abschiedsgruß" an Rostock, die Rektoratsrede zur "Geschichte der Mecklenburgischen Landstände bis 1555". Die genannte italienische Arbeit prädestinierte Hegel zur Städteforschung. Als Lebensleistung, neben etlichen Monographien, rangieren die "Chroniken der deutschen Städte": Die 1858 begründete Editionsreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften umfaßte bei Hegels Tod (Erlangen 6. Dezember 1901) 28 Bände. Als Mitglied mehrerer Akademien und der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae historica gehörte der 1891 geadelte, 1893 zum Geheimrat ernannte Gelehrte zu den angesehensten Historikern seiner Zeit.
Niklot Klüßendorf
aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 149.
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Anhang:
| Karl (von) Hegel (Foto, ohne Jahr, UAR) |
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| Bild (Unterschrift) |
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| Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 361 (UAR). |
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| Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 149) |
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hegel_karl_bgur23.html (2.42 KB) MD5
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