| Vater: | Wilhelm Lauremberg (1547-1612), Professor der Medizin, Univ. Rostock
) |
| Mutter: | Jeanne Longoeil (1557-1589), Tochter des Humanisten Longolius
) |
| Bruder: | Johannes Lauremberg (1590-1658), Professor der Poesie, Univ. Rostock
) |
| Ehefrau: | Margaretha Lauremberg, geb. Carmon (1599-1671)
) |
| Sohn: | Jacob Sebastian Lauremberg (1619-1668), Professor der Geschichte, später Rechte, Univ. Rostock
) |
| Tochter: | Getrud Hildebrand, geb. Lauremberg (1629-1705) |
| Schwiegersohn: | Christian Hildebrand (1638-1712), Professor der Logik, Univ. Rostock
) |
| Schulbesuch an der Großen Stadtschule zu Rostock | |
| 1605-1607 | Studium der Medizin und Astronomie, Univ. Rostock |
| 1608-1610 | Studienreise nach Leiden, Montpellier, Löwen und Paris |
| 1611-1614 | Professor für Philosophie, Akademie Montauban |
| 1614-1624 | Professor für Physik und Mathematik, Akademisches Gymnasium Johanneum Hamburg |
| 1624-1639 | Professor für Poesie, Mathematik und Medizin (herzoglich), Univ. Rostock |
| 1639 | im Amt verstorben |
| Promotion | 1607 | Mag. art., Univ. Rostock |
| Promotion | 1610 | Dr. med., Univ. Paris |
| Bekannte sich in seinem Werk "Collegium Anatomicum" zur Kreislauflehre des Herzens |
| Aphorismi De Principiis Corporum Physicorum. Hamburg 1614. |
| Adsertioum Chemicarum Sylloge. Oldenburg 1624. |
| Acerra Philologica. Rostock 1633. |
| Fundamentum Latini Eloquii. Rostock 1633. |
| Collegium Anatomicum. Rostock 1636. |
| Teichmann, Gisela: Die Reformation und die frühe Anerkennung der Kreislauflehre durch Peter Lauremberg. In: Jakubowski, Peter; Münch, Ernst (Hg.): Wissenschaftliche Tagung Universität und Stadt anlässlich des 575. Jubiläums der Eröffnung der Universität Rostock. Rostock 1995, S. 95-102. |
Krause, Ludwig: Aus Peter Laurembergs Tagebuch. Beitrag zur Geschichte des Garten-, namentlich Obstbaues zu Rostock während der Zeit des dreißigjährigen Krieges. In: Beiträge zur Geschichte der Stadt Rostock 1 (1895) 4, S. 41-64.
) |
| Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen 1737: S. 377 ; 1741: S. 386, S. 424 |
| Krey, Joh. Bernh.: Beiträge zur mecklenburgischen Kirchen- und Gelehrtengeschichte Erster Band (1818): S. 184-185 ; Zweiter Band (1821): S. 251 |
| Krey, Joh. Bernh.: Die Rostockschen Humanisten Zweite Hälfte (1818): S. 90 |
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GND: 100810977
[GND-Link auf diese Seite: https://cpr.uni-rostock.de/resolve/gnd/100810977] |
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An der Großen Stadtschule in Rostock übersetzte Lauremberg, der am 25. August 1585 in Rostock geboren war, bereits im elften Lebensjahr griechische Gedichte und schmiedete lateinische Verse. Wie seine Brüder Konrad und Wilhelm wurde er 1605 von seinem Vater, dem damaligen Rektor, in die Universitätsmatrikel eingetragen. Er studierte Medizin und Astronomie und erwarb 1607 den Magistergrad. Eine längere Studienreise führte ihn 1608 nach Leiden in den Niederlanden und 1610 nach Montpellier, Löwen und Paris, wo er zum Doktor der Medizin promoviert wurde. 1611 bestellte ihn der französische König Ludwig XIII. zum "Lehrer der Weltweisheit" und zum Professor der Philosophie in Montauban. Über Hamburg, wo er am Akademischen Gymnasium Johanneum Professor für Physik und Mathematik war, kehrte er 1624 nach Rostock zurück, um die fürstliche Professur für Poesie, Mathematik und Medizin zu übernehmen. Er lehrte vor allem Anatomie. Als guter Botaniker unterhielt er vier Gärten vor den Toren der Stadt zur Unterweisung der Medizinstudenten. In der klassischen Literatur bewandert, gab er erstmals 1635 die Sammlung von Anekdoten "Acerra philologica" heraus, 200 lustige und denkwürdige kurze Historien aus der griechischen und lateinischen Literatur. Sie fanden viel Anklang und wurden von späteren Herausgebern auf 700 erweitert. Neben der Veröffentlichung von 81 Schriften, darunter zur Stadtverfassung Rostocks und eine Weltchronik, gab er 1636 das Buch "Collegium anatomicum" heraus. Im Kapitel "De corde" bekannte er sich als einer der ersten zu William Harveys 1628 veröffentlichter Kreislauflehre. Er beschrieb mit leidenschaftlichen Worten, daß die Herzscheidewand keine Poren enthalte und somit die 1500 Jahre alte Lehre Galens unhaltbar sei, die auf der Annahme des Übertritts des Blutes zwischen den beiden Herzkammern beruhte. Das Bekenntnis zur Kreislauflehre war zu jener Zeit eine mutige Tat. Lauremberg war ein fortschrittlicher Anatom, exzellenter Redner und erfolgreicher Poet. Er starb in Rostock am 13. Mai 1639. Gisela Teichmann aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 102. |
| Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 69 (UAR). | |
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| falkenberg_albumprof__p0069.jpg (500 KB) MD5 (keine Anzeige) |
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| Dokument (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 102) | |
| lauremberg_peter_bgur23.html (2.54 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen) |
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